Oberflächenmodifizierung

 

Für die Verfolgung von Bindungsereignissen an Oberflächen zur Charakterisierung von Affinitätsreaktionen muss die gewählte Grenzfläche folgende Eigenschaften aufweisen: sie sollte einerseits geringe unspezifische Wechselwirkung mit nicht relevanten Biomolekülen aufweisen, andererseits ist eine gute Zugänglichkeit und möglichst definierte Konzentration an immobilisierter Komponente erforderlich. Zudem sollte diese Oberflächenmodifikation nach der Reaktion mit dem Bindungspartner gezielt regenerierbar sein, ohne Verlust ihrer Eigenschaften.

Geeignet für solche Oberlächenmodifikationen sind Polymere mit Hydrogel-Eigenschaften wie z.B. Polyethylenglykole (PEG) oder Dextrane. Diese funktionalisierten Biopolymere werden kovalent auf die Substratträger angebunden. PEG bildet hierbei eine 2-dimensionale Anordnung in Form einer "polymer brush", Dextrane hingegen formen eine voluminöse, 3-dimensionale Matrix. In weiteren Schritten werden diese Oberflächen so modifiziert, dass eine Anbindung des Liganden/Rezeptors über kovalente oder Affinitätsbindung (System Biotin/Streptavidin) möglich wird.

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